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Recent Submissions

  • Working Paper

    Time to Sync or Swim – some gendered thoughts 

    Mayer, Katrin
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [5]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2020
    Time to Sync or Swim ist der Titel einer kollaborativen, installativen Arbeit von Katrin Mayer und Eske Schlüters aus dem Jahr 2016, die in der Kunsthalle Lingen, im Heidelberger Kunstverein und in der M.1 Arthur-Boskamp Stiftung in Hohenlockstedt in unterschiedlichen Versionen gezeigt wurde. Sie besteht aus einer akustisch-binauralen Spur – einem Hörspiel das über Kopfhörer empfangen wird, sowie einer materiell-räumlichen Spur – einem installativen Gefüge, durch das sich die Besu- cher_innen während dem Hören frei bewegen. Dies ermöglicht, dass es die Rezipient_innen sind, die eigene Beziehungen und Überlagerungen des Akustischen, Visuellen und Haptischen produzieren. Ausgehend von Virginia Woolfs Roman Orlando (1928) beschäftigt sich die Arbeit inhaltlich mit Fra- gen von Wahrnehmung, sowie digitaler Identitäts- und Geschlechterkonstruktion, deren denkbar komplexeste Vervielfältigungen aktuell in der sogenannten Otherkin-Bewegung auf der Internetplatt- form Tumblr anzufinden sind. Neben dem Identifizieren mit anderen Wesen, Tieren aber auch Pflanzen oder Dingen gibt es eine große Ausdifferenzierung was die sexuelle Orientierung angeht. Im Beitrag für die gender[ed] thoughts entstand, das gegebene Style Sheet appropriierend, eine neue und erweiterte Textcollage, die auf die bestehende Audio-Spur von Time to Sync or Swim aufbaut. Die Bildmontagen im zweiten Teil setzen sich aus Ausstellungsansichten und Recherchematerial zusammen und wurden für den Band Visualität und Abstraktion / Eine Aktualisierung des Figur-Grund-Verhältnisses (Hg. von Hanne Loreck in Zusammenarbeit mit Jana Seehusen, Hamburg 2017) entworfen.
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  • Working Paper

    Wirksamer Gegenzauber? Magie, Neuer Materialismus und zeitgenössische Kunst 

    Witzgall, Susanne
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [4]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2020
    Die relationale Onto-Epistemologie des Neuen Materialismus bietet dem Magischen ein zeitgemäßes Refugium. Sie kann wie das magische Denken als transformatorische diagrammatische Praxis einer alternativen Wahrnehmung von und Partizipation in der Wirklichkeit verstanden werden, die auch als wirksamer ‚Gegenzauber’ gegen hegemoniale Wissensstrukturen und dualistische – gerade auch ge- schlechtlich bestimmte – Herrschaftsformen fungiert. Der Aufsatz zeigt anhand aktueller künstlerischer Arbeiten von Mariechen Danz und Lea Porsager, wie in der zeitgenössischen Kunst diese Nähe zwischen neomaterialistischem und magischem (widerständigem) Denken evident wird und sich nicht zuletzt im Motiv des (magischen) Diagramms manifestiert. Er schlägt darüber hinaus einen Bogen zu Gloria Anzaldúas Borderland-Theorie und zeigt, wie sich die erwähnte transformato- rische diagrammatische Praxis des Neuen Materialismus, des magischen Denkens oder Anzaldúas’ mestiza-Bewusstseins um Körper im Werden dreht – Körper, die durch ihre Grenzüberschreitungen als Inbegriff vielfältiger Potenzialitäten zu deuten sind.
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  • Monograph

    Resilientes Handwerk? Auswirkungen der Corona-Krise und der Rückvermeisterung auf die Betriebsdynamik 

    Haverkamp, Katarzyna; Runst, Petrik; Proeger, Till
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 44
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Die ökonomischen Effekte der Corona-Maßnahmen haben auch das Handwerk in hohem Maße betroffen. Neben Umsatzverlusten hat dies auch strukturelle Wirkungen, die anhand der Gründungen und Austragungen in den Handwerksrollen abgebildet werden können. Im Anschluss an eine erste Studie im Sommer 2020 präsentiert diese Analyse Daten zu Ein- und Austragungen in die Handwerksrollen von dreizehn Handwerkskammern von 2007 bis 2020 mit einem besonderen Fokus auf die wöchentliche Entwicklung im Jahr 2020. Hierbei kann die strukturelle Wirkung des Lockdowns, der Hilfsmaßnahmen, aber auch der Novellierung der Handwerksordnung vom Februar 2020 identifiziert werden. Die zentralen Effekte sind dabei: • Die Eintragungen sinken im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen in 2020 deutlich ab: im Zeitraum von März bis August um 14 %; im Zeitraum von Januar bis August um 8 %. Es zeigt sich ein Erholungseffekt bei den Eintragungszahlen nach dem tiefen Einschnitt im April. • Bei den Eintragungen zeigt sich eine Überlagerung der Effekte von Novellierung der Handwerksordnung und Corona-Folgen. Die Rückgänge der Eintragungen können zu einem erheblichen Teil als Reaktion auf die Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf Handwerken gesehen werden: o Gegenüber dem Vorjahreszeitraum (März-August) geht die Zahl der Eintragungen in den rückvermeisterten Handwerken um 70 % zurück. o Die A-Handwerke, welche seit 2004 unverändert zulassungspflichtig sind, weisen mit -7 % eine geringere Reaktionsstärke auf. o Bei den Handwerken der Anlage B1 und B2 ist keine negative Entwicklung beobachtbar; die Eintragungszahlen für das Jahr 2020 liegen sogar über den Werten des Vorjahres. • Die Auswertung nach Konjunkturgruppen zeigt allerdings, dass der Gesamteffekt nicht allein durch die Novellierung bedingt ist. Der stärkste Rückgang (März-August 2020 gegenüber Vorjahresperiode) ist in den Ausbauhandwerken (-33 %) zu verzeichnen. Geringere Eintragungswerte zeigen sich jedoch auch im nicht betroffenen Lebensmittelgewerbe (-25 %), im Gesundheitsgewerbe (-13 %) und dem Kfz-Gewerbe (-10 %). Beim Baugewerbe (+-0 %) sowie den Handwerken für den privaten (-3 %) und gewerblichen Bedarf (+1 %) sind kaum Unterschiede feststellbar. • Bei den Austragungen zeigt sich im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr ein deutlicher Rückgang der Abgänge (-21 %). • Zwischen März und August 2020 sind gegenüber dem Vorjahr 25 % weniger Betriebe aus den Handwerkskammerverzeichnissen gelöscht worden. • Der stärkste Rückgang im Vergleich zum Vorjahr fand in der Gruppe der rückvermeisterten Handwerke statt (-35 %). Ebenfalls hohe Rückgänge weisen die Gruppen der Handwerke nach Anlage B1 (-27 %), B2 (-22 %) und A (-18 %) auf. • Insgesamt ist festzuhalten, dass die geringere Zahl an Eintragungen primär auf die Novellierung der Handwerksordnung und nur sekundär auf die Auswirkungen der Corona-Krise zurückzuführen ist. Die deutlich abgesunkenen Austragungszahlen wiederum können primär auf die umfassenden finanziellen und rechtlichen Unterstützungs¬maßnahmen im Rahmen der Corona-Krise, sekundär auf die Novellierung der Handwerksordnung zurückgeführt werden. Bislang zeigt sich das Handwerk somit als sehr resilient im Hinblick auf die Krisenfolgen, insbesondere da ein erheblicher Teil der ökonomischen Effekte auf die Novellierung der Handwerksordnung zurückzuführen ist.
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  • Working Paper

    Einleitung zum Special Issue: Die unendliche Zirkulation des Wissens. Auseinandersetzungen und Arbeitsweisen mit den Theorien und Methoden der 'Critical Feminist Materialisms' 

    Hanitzsch, Konstanze
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [1]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2020
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  • Working Paper

    Die unendliche Zirkulation des Wissens 

    Hanitzsch, Konstanze; Schlender, Alicia
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1 [Sonderausgabe]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung: Göttingen, 2020
    Diese Sonderausgabe ist hervorgegangen aus Vorträgen der Reihe des Göttinger Centrums für Vorträge, Debatten und Diskussionen um und über den feministischen Materialismus“, die von Mai 2017 bis Februar 2018 an der Georg-August-Universität Göttingen gehalten wurden. Vier dieser Vorträge erscheinen in dieser zweiten Sonderausgabe der gender<ed> thoughts. Sie beleuchten unterschiedliche Themen, Ansätze und Blickwinkel auf die CFMs, die den Leser*innen neue Zugänge, kritische Anregungen und aktuelle wissenschaftliche und künstlerische Auseinandersetzungen mit den CFMs ermöglichen sollen.
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  • Working Paper

    Caring with Nature/s: Zur transformativen Bedeutung von Care in More Than Human Worlds 

    Gottschlich, Daniela; Katz, Christine
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [2]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2020
    Der Beitrag geht davon aus, dass Menschen in die organische, anorganische und technisch veränderte Welt in wechselseitiger Abhängigkeit eingebettet bzw. von dieser materiell-physisch wie auch diskur- siv durchdrungen sind. Analog zu Puig de la Bellacasa wird Caring daher nicht als wählbare Option beschrieben, sondern als eine unverzichtbare Notwendigkeit für alle Wesen, eine übergeordnete Prak- tik von ontologischer Signifikanz, die auch eine politische Dimension beinhaltet. Denn darüber wer- den Qualitäten und Strukturen des Kollektiven mitgestaltet. In diesem Artikel wird begründet, warum ontologische Relationalität zum Ausgangspunkt politischer Gestaltungspraxis von Natur/en gemacht werden sollte, und es wird diskutiert, wie die politisch-ökologische Dimension von Care weiterentwi- ckelt und für die sozial-ökologische Transformation in Richtung Nachhaltigkeit genutzt werden kann. In diesem Zusammenhang werden die konzeptionellen Eckpfeiler und Schlüsselbegriffe einer poli- tisch-ökologischen Theorie von Care entfaltet und zur Diskussion gestellt. Konkretisiert wird ihre Bedeutung für die politische Gestaltung gesellschaftlicher Naturverhältnisse am Beispiel des Kampfes um den Hambacher Forst.
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  • Working Paper

    Agentieller Realismus meets Epigenetik 

    Krall, Lisa
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 1, [3]
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2020
    In this article I discuss how to read studies from the field of environmental epigenetics with Karen Barad’s agential realism. Barad developed a diffractive methodology but also in her latest work questions how to further find suitable tools for considering entanglements (Barad 2017). I am interested in how to trace intraactions and entanglements in epigenetic research and which guiding principles for this project I can find in Barad’s work as well as in epigenetics. In my PhD project I work out links between Barad’s work and environmental epigenetics which will guide my analysis of epigenetic studies. My aim is to propose an agential realistic interpretation and undertake a diffractive reading of environmental epigenetics.
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  • Monograph

    Indikatoren für Lern- und Innovationsprozesse in kleinen und mittleren Unternehmen 

    Alhusen, Harm; Proeger, Till; Bizer, Kilian
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 43
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2020
    Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind ein zentraler Bestandteil des deutschen Mittelstands und tragen mit ihrer Innovationskraft bedeutend zur Leistungsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft bei. Dabei basiert die Innovationsfähigkeit von KMU oft weniger auf formaler Forschung und Entwicklung (F&E), sondern auf dem Zusammenspiel einer Vielzahl von Lernprozessen mit verschiedenen Akteuren. Für dieses Innovationsmodell wurde das Konzept des „learning by doing - using - interacting“ vorgeschlagen. Basierend auf diesem breiten Lern- und Innovationskonzept sowie einer Serie von Unternehmensinterviews schlagen wir ein Indikatorenset vor, mit dem die Innovationstätigkeit in KMU ohne formale F&E umfassender abgebildet werden kann. Das vollständige Indikatorenset mit formulierten Items findet sich im Anhang dieses Beitrags.
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  • Monograph

    Zum beruflichen Selbstbild und zur Arbeits- und Lebenszufriedenheit im Handwerk in Deutschland 

    Blankenberg, Ann-Kathrin; Binder, Martin
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 42
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2020
    Die Arbeit im Handwerk unterscheidet sich von vielen anderen Berufen durch Arbeitsmerkmale, die stark prägend für das berufliche Selbstbild sind und außerdem positiv das Wohlbefinden der Arbeitnehmer beeinflussen können. Dazu zählt, dass Handwerker die Ergebnisse ihrer Arbeit sehen können, und sie die Möglichkeit haben, das gesamte Werkstück (und nicht nur einen kleinen Teil davon) eigenständig herzustellen. Dadurch nehmen sie ihre Arbeit als nützlich und sinnstiftend wahr. Angesichts von Untersuchungen, die zeigen, dass Arbeit in manchen Berufszweigen zunehmend als sinnlos empfunden wird, ist es von großer Bedeutung zu verstehen, welche Facetten der Arbeit die Schaffung einer starken beruflichen Identität ermöglichen, die dazu führt, dass Arbeit als sinnvoll und befriedigend erlebt wird. Die Studie hat dieses Forschungsziel und nutzt dafür eine deutschlandweite Umfrage im Handwerkssektor mit rund 2000 Teilnehmern. Der Fokus der Datenerhebung lag dabei darauf, einen Einblick in das berufliche Selbstbild und die Arbeitszufriedenheit der im deutschen Handwerk Beschäftigten zu erhalten. Diese zeichnen sich in der Befragung durch ein stark ausgeprägtes berufliches Selbstbild aus und identifizieren sich stark mit ihrer handwerklichen Tätigkeit. Dabei weisen Beschäftigte im Handwerk eine hohe Arbeitszufriedenheit auf. Die Arbeitszufriedenheit kann in Teilen mit der Ganzheitlichkeit der Arbeit, dem Fokus auf manuelle Tätigkeit, der Wahrnehmung der Sinnhaftigkeit der Tätigkeit sowie einer hohen wahrgenommenen Autonomie in Zusammenhang gebracht werden.
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  • Monograph

    Beyond plagiarism: where does scientific misconduct begin? 

    Hauser-Schäublin, Brigitta
    GISCA occasional paper series; 28
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Cases of violation of academic integrity among high-ranking politicians and scientists in Germany have shocked the public when it became known that these had fabricated the results of their research or committed plagiarism in their dissertation. However, where does scientific misconduct begin? There seems to exist a grey area of breaches of good research practice. I will explore it and inquire particularly into the practice of misquoting, using quotes out of context and omitting data that do not fit the author’s argument. I will also examine the conditions and circumstances under which such practices seem to have increased over the past decades. The main example, which illustrates such practices, constitutes the research, publication and exhibition projects of the Göttingen Cook/Forster Collection and the way in which they became misrepresented.
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  • Monograph

    Digitalisierung des Handwerks in Niedersachsen - Sonderauswertung des Digitalisierungs-Checks des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk 

    Runst, Petrik; Proeger, Till
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 41
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Die „Bedarfsanalyse Digitalisierung“ des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) ermöglicht die strukturierte Analyse des Digitalisierungsgrads von Handwerksunternehmen. Die vorliegende Studie wertet die Eingaben teilnehmender Betriebe aus Niedersachsen aus und vergleicht diese mit anderen Bundesländern. Hierbei werden die Digitalisierungsbereiche Kunden und Lieferanten, interne Prozesse, Geschäftsmodelle, Mitarbeiter sowie IT-Sicherheit differenziert betrachtet und nach Umsetzungsgrad, wahrgenommener Relevanz und daraus abgeleitetem Digitalisierungspotenzial ausgewertet. Folgende zentrale Ergebnisse zeigen sich für die teilnehmenden niedersächsischen Handwerksbetriebe: 1. Die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen liegt in Niedersachsen leicht unter dem Bundesdurchschnitt, die Wahrnehmung von Handlungsbedarfen jedoch deutlich darüber. Daraus ergeben sich erhebliche Digitalisierungspotenziale für die teilnehmenden niedersächsischen Betriebe. 2. Bei Betrachtung von Digitalisierungsbereichen zeigt sich, dass das Digitalisierungspotenzial insbesondere in den Bereichen Prozessdigitalisierung, digitale Geschäftsmodelle und Einbindung der Mitarbeiter in Niedersachsen überdurchschnittlich hoch ist. 3. Bei der Umsetzung sind insbesondere IT-Schulungen für Mitarbeiter und die digitale Bearbeitung von Kundenprozessen unterdurchschnittlich ausgeprägt. Gleichzeitig wird den Bereichen interne Verarbeitung von Kunden- und Prozessdaten, Kommunikation über digitale Endgeräte und die Schulung der Mitarbeiter eine überdurchschnittlich hohe Relevanz zugemessen. 4. Die höchsten Digitalisierungspotenziale zeigen sich daher für die Bereiche interne Verarbeitung von Kunden- und Prozessdaten, Kommunikation über digitale Endgeräte und die IT-Schulung der Mitarbeiter.
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  • Monograph

    Digitalisierungsmuster der SHK-Gewerke - Sonderauswertung des Digitalisierungs-Checks des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk 

    Runst, Petrik; Proeger, Till
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 40
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Im Auftrag des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) wurde durch das ifh Göttingen eine Auswertung der Angaben der an der Bedarfsanalyse Digitales Handwerk teilnehmenden Betriebe im Bereich Sanitär, Heizung, Klima (SHK) erstellt und deren Eingaben mit anderen handwerklichen Branchen verglichen. Die Bedarfsanalyse Digitales Handwerk unterstützt in Form eines Digitalisierungs-Checks Handwerksbetriebe bei der zielgerichteten Digitalisierung in den Bereichen Kunden und Lieferanten, interne Prozesse, Geschäftsmodelle, Mitarbeiter sowie IT-Sicherheit und ermöglicht gleichzeitig eine ökonomische Analyse der Digitalisierungsmuster im Handwerk. Folgende Kern-Ergebnisse lassen sich für die teilnehmenden SHK-Betriebe ableiten: 1. Die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen ist für die teilnehmenden Betriebe der SHK-Gewerke nur leicht höher als in anderen Branchen des Handwerks. Es wird der Digitalisierung eine durchschnittliche Relevanz zugeschrieben. 2. Die Relevanz der Digitalisierungsmaßnahmen wird für den Bereich der Einbindung von Mitarbeitern und der Prozessdigitalisierung als am höchsten, für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle als am geringsten angegeben. 3. Im Bereich der Digitalisierung der Kundenbeziehung wird der höchste Handlungsbedarf im Bereich der Online-Anwendungen für die Kundengewinnung und der Kundenbewertungstools gesehen. 4. Die Prozessdigitalisierung ist ein wichtiger Bereich für die teilnehmenden Betriebe. Zentrale Handlungsbereiche sind die interne Kommunikation über mobile Endgeräte, die digitale Koordination und Planung von Arbeitseinsätzen sowie die digitale Prozessdokumentation. 5. Digitale Geschäftsmodelle werden als insgesamt weniger relevant eingeschätzt, einzig im Bereich der individuellen IT-Lösungen werden Handlungsbedarfe wahrgenommen. 6. Die Einbindung der Mitarbeiter ist der wichtigste Teilbereich für die Betriebe, mit den höchsten Umsetzungsgraden und der höchsten empfundenen Relevanz. Besonderer Handlungsbedarf besteht bei der Schulung in IT-Sicherheit, der Nutzung von Prozessdaten durch die Mitarbeitenden sowie im Hinblick auf die allgemeine Akzeptanz und Unterstützung durch die Mitarbeitenden bei der Einführung von neuer IT.
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  • Monograph

    Digitalisierungsmuster im Handwerk - Eine regionale und sektorale Analyse des Digitalisierungs-Checks des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk 

    Runst, Petrik; Proeger, Till
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 39
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Im Auftrag des Kompetenzzentrums Digitales Handwerk (KDH) hat das ifh Göttingen eine ökonomische Auswertung der durch den Digitalisierungs-Check gewonnenen Daten erstellt. Dieser Check in Form einer Bedarfsanalyse unterstützt Handwerksbetriebe bei der Analyse ihrer Digitalisierungspotenziale in den Bereichen Kunden und Lieferanten, interne Prozesse, Geschäftsmodelle, Mitarbeiter sowie IT-Sicherheit. Der Digitalisierungs-Check kann online eigenständig oder mit Betriebsberatern des Handwerks ausgefüllt werden. Die Eingaben von über 1.000 Betrieben ermöglichen eine regionale und sektorale Analyse von Digitalisierungsmustern im deutschen Handwerk. Aus dieser ökonomischen Auswertung lassen sich folgende Kernergebnisse sich ableiten: - Handwerke des gewerblichen Bedarfs, Lebensmittelhandwerke sowie das Ausbauhandwerk weisen das höchste Digitalisierungspotenzial auf, welches durch die Lücke zwischen der Umsetzung und der subjektiv eingeschätzten Relevanz von Maßnahmen gemessen wird. Das Gesundheitsgewerbe und die Handwerke für den privaten Bedarf verzeichnen hingegen nur eine geringe Lücke zwischen empfundener Relevanz und der Umsetzung. Die Lebensmittelhandwerke sehen eine erhöhte Relevanz der Digitalisierung im Teilbereich Kunden und Lieferanten. Das Ausbauhandwerk und die Handwerke für den gewerblichen Bedarf zeigen hohe Potenziale in den Teilbereichen interne Prozesse und Mitarbeiter. - Auf Ebene der Handwerkszweige fallen die Metallbauer und die Zimmerer durch ein hohes Digitalisierungspotenzial auf. - Die Einzelmaßnahmen „interne Kommunikation über mobile Endgeräte“ sowie „Arbeitseinsätze digital koordinieren und planen“ bieten über alle Handwerksgruppen und -zweige das höchste Handlungspotenzial. - Die in Tabelle 3 und 4 ausgewiesenen Relevanzen und Digitalisierungspotenziale bzw. -bedarfe bieten Beratern die Möglichkeit, konkrete Förderbedarfe der einzelnen Branchen zu ermitteln. - Auf Basis der genutzten Daten kann ein Vier-Stufen-Modell von betrieblichen Digitalisierungstypen erstellt werden, das den Verlauf von weniger zu stärker digitalisierten Betrieben beschreibt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass auf der niedrigsten Stufe grundlegenden IT-Sicherheitsvorkehrungen eine zentrale Rolle zu spielen scheinen. Mit aufsteigendem Digitalisierungsgrad zeigt sich, dass vor allem die Mitarbeitersensibilisierung und -fortbildung entschieden vorangetrieben wird. Auf der höchsten Stufe wird besonderer Wert auf die interne Prozessdigitalisierung gelegt. - Kleine Unternehmen sind an der Digitalisierung von kundenbezogenen Maßnahmen interessiert. Die Digitalisierung interner Prozesse scheint hingegen erst für größere Unternehmen (ab 250.000 Euro Jahresumsatz und mit über 20 Mitarbeitenden) interessant zu sein. - Auf der vorliegenden Datengrundlage werden regionale Unterschiede sichtbar. Während die Umsetzung vor allem in den wirtschaftlich stärkeren und dichter besiedelten (urbanen) Bundesländern wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen vorangeschritten ist, scheinen die östlichen Bundesgebiete (ohne Berlin) eine geringere Umsetzung und empfundene Relevanz von Digitalisierungsmaßnahmen aufzuweisen.
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  • Monograph

    Meisterbonus und Meistergründungsprämie - Stellungnahme zu Anträgen im Thüringer Landtag 

    Bizer, Kilian; Haverkamp, Katarzyna; Runst, Petrik; Thonipara, Anita; Proeger, Till
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 38
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Das Volkwirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk analysiert in seiner Stellungnahme die empirische Sachlage, die bislang nur sehr begrenzt vorliegende Literatur zur Wirkung von Instrumenten der Weiterbildungsförderung sowie auf theoretischer Ebene die ökonomischen Wirkungskanäle der beantragten Förderprogramme. Des Weiteren werden die bereits implementierten bundesländer­spezifischen Förderprogramme, ihre Bedingungen und Förderhöhen miteinander verglichen. Diese Analyse führt zu folgender Bewertung der Anträge: Die Entwicklung des Ausbildungs-, Fortbildungs- und Gründungsgeschehens in Thüringen zeigt im Vergleich mit den anderen Bundesländern auffällig negative Trends, was das Ergreifen von wirtschaftspolitischen Gegenmaßnahmen begründet. Ebenso sind bereits in mehreren Bundesländern Meisterprämien / Meistergründungsprämien eingeführt worden, sodass von einer nicht wettbewerbsneutralen Ungleichbehandlung von Fortbildungs­teilnehmern im Bundesgebiet auszugehen ist. Über die Wirkung dieser Maßnahmen im Handwerk liegen bislang keine kausalanalytischen Analysen vor, sodass alle Aussagen zur Wirksamkeit der Maßnahmen theoretischer Natur sind. Auf dieser Basis ist festzuhalten: - Die beantragten Maßnahmen sind prinzipiell geeignet, um die Anreize zur beruflichen Fortbildung und zur Gründungstätigkeit durch die Veränderung der relativen Kostenstrukturen zu verbessern. Die quantitative Wirkungsstärke und -breite dürfte dabei direkt von den jeweiligen Höhen der Prämien abhängen. - Anzunehmen ist eine positive, aber quantitativ begrenzte Wirkung der von den Fraktionen vorgeschlagenen Prämien. Ferner ist anzunehmen, dass Prämien mit relativ geringer Höhe keine Breitenwirksamkeit entfalten, sondern überwiegend auf Personengruppen mit geringem Einkommen bzw. auf Berufe mit geringeren qualifikatorischen Lohnaufschlägen wirken werden. - Unabhängig von der Höhe leisten die beantragten Maßnahmen einen Beitrag zur Minderung der relativen Ungleichstellung der beruflichen und akademischen Bildung im Hinblick auf die Aufteilung der öffentlichen und privaten Kosten der Bildungswege.
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  • Anthology

    Deutsche Erinnerung - Nationalsozialismus: 

    Kunst, Klaas
    SowiPro; 1
    Georg-August-Universität Göttingen, 2020
    Das vorliegende Buch entstand im Rahmen des Lehrforschungsprojektes ‚Deutsche Erinnerung – Nationalsozialismus‘ im Sommersemester 2019 an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, die sehr output-orientiert geplant war. Es wurden außerdem viele Poster, Artikel für wiki-goettingen.de und eine Online-Stadtführung produziert. Auf der Basis gemeinsamer Informationen, wie eine Nation die eigene Vergangenheit aufarbeiten kann, verfassten die Studierenden nach eigenem Interesse Artikel zu unterschiedlichen Themen, die sich mit bestimmten Orten wie dem Holocaust-Mahnmal oder Stolpersteinen und auch mit der Erinnerung in Unternehmen oder bei der Bundeswehr auseinandersetzten. Bestimmende Faktoren für die das individuelle Erinnern werden ebenso untersucht wie die Wichtigkeit der Definitionsmacht im Streit um Erinnerungen und ob sich die Einstellungen gegenüber den Sinti und Roma nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der BRD geändert haben. Das Thema Widerstand zeigt sich in Untersuchungen über die Motive von Helferinnen und Helfern, über die Weiße Rose und in der Kölner Kontroverse um die Ehrenfelder Gruppe und die Edelweißpiraten, aber auch im Beitrag über Adam von Trott, der Alumnus der Göttinger Universität ist. Ebenfalls werden in Bezug zu Göttingen die Bücherverbrennung 1933 und die Vertreibung der jüdischen Bevölkerung untersucht und - nachdem es in der Göttinger Staats- und Universitätsbibliothek einen großen Bestand an geraubten Büchern gibt – das Kunst- und Literaturverständnis der Nationalsozialisten beleuchtet. Es sind interessante Artikel zu unterschiedlichen Themen entstanden, die unter dem Leitmotiv der aktiven Erinnerung zusammengehalten werden. In allen Beiträgen wird über Aufarbeitung der Vergangenheit des Nationalsozialismus geschrieben. Unter anderem dadurch zeigt sich die aktive Erinnerungslandschaft Deutschlands, die nicht nur Regierungsmeinungen, sondern auch einen größeren Diskurs zulässt, um die Gräuel der NS-Zeit nicht vergessen zu lassen.
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  • Monograph

    Transnationale Lebenslinien junger Việt kiều – In der Fremde zu Hause/In der Heimat zu Besuch?! 

    Müller, Max
    GISCA occasional paper series; 27
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Innerhalb dieser Arbeit wird die gemeinsame Spurensuche von einer Gruppe in Deutschland geborener Kinder vietnamesischer Eltern und mir nach Fragen der Heimat, Rückkehr und Identität im transnationalen Raum Deutschland/Vietnam wiedergegeben. Im Kontext diasporischer Tourismuserfahrungen begleitete ich dafür junge Menschen – in vielen Fällen Freunde und Freundinnen aus meiner Schulzeit – auf ihren vermeintlichen Rückkehr-Reisen ins Heimatland ihrer Eltern. Dabei zeigte sich, dass die Erfahrungen der Forschungsteilnehmenden stetig zwischen Gefühlen der Heimat und Momenten der Entfremdung schwanken. Inbesondere jedoch im direkten Vergleich zwischen den Geschlechtern wurde mir deutlich, dass für junge Frauen der Prozess der Beheimatung in Vietnam durch Verbote und Einschränkungen ihrer Familien deutlich steiniger ist. Schlussendlich konnte ich durch diesen Ausstausch die identistätsstiftende Wichtigkeit der „Rückehr-Reisen“ nachspühren und bekam durch den spannenden Forschungsdialog mit den Teilnehmenden dieser Studie die Ambivalenz der Begriffe Heimat und Rückkehr deutlich vor Augen geführt.
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  • Monograph

    Betriebsdynamik und Resilienz des Handwerks in der Corona-Krise 

    Haverkamp, Katarzyna; Proeger, Till; Runst, Petrik
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 37
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben weitreichende ökonomische Folgen für die deutsche Wirtschaft. Aufgrund des Shutdowns weiter Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens sind viele Sektoren in erheblichem Maße von Umsatzrückgängen und Entlassungen bzw. Kurzarbeit betroffen. Auch Handwerksbetriebe melden Umsatzrückgänge im Zuge der Corona-Krise. Offen sind bislang jedoch die Folgen der Krise für die Betriebslandschaft, d.h. Gründungen und Betriebsaufgaben im Handwerk. Auf Basis von Ein- und Austragungen in die Handwerkskammerverzeichnisse von sechs Handwerkskammern für den Zeitraum von Januar 2007 bis Mai 2020 wurden Betriebsdynamik und Resilienz des Handwerks untersucht:  Insgesamt zeigen sich gravierende Effekte der Corona-Krise auf Ein- und Austragungen im Handwerk. o Januar und Februar 2020 weisen leicht erhöhte Eintragungswerte auf. o Bereits zwei Wochen vor den offiziellen Kontaktverboten im März beginnen Ein- und Austragungen zu sinken. o Im April zeigt sich ein erheblicher Effekt der Corona-Krise: Im Vergleich zum April 2019 sinken die Gründungen um 23 %.  Von den Rückgängen bei den Gründungen sind in erster Linie das Ausbaugewerbe (-35 %) sowie die Handwerke für den privaten Bedarf (-24 %) betroffen.  Beim Ausbaugewerbe ist von einer Überlagerung mit den Effekten der Rückvermeisterung auszugehen.  Im Lebensmittelgewerbe (-54 %) und Kraftfahrzeuggewerbe (-26 %) sinken die Eintragungszahlen ebenfalls deutlich, allerdings sind hier die Ergebnisse aufgrund der geringen Fallzahlen mit Vorsicht zu interpretieren.  Die Rückgänge im Gründungsgeschehen betreffen das zulassungspflichtige Handwerk stärker. o Die Austragungen sinken im Vergleich zum April 2019 um 54 %, wobei alle Gewerbegruppen betroffen sind.  Grund für die ausbleibenden Gründungen dürften die unklaren Zukunftserwartungen potenzieller Gründer sein. Als Gründe für die sinkenden Abmeldungszahlen sind die weitreichenden Stützungsmaßnahmen von Bundes- und Landesregierungen im Verbund mit Kurzarbeitergeld und Aufhebung der Insolvenzantragspflicht zu sehen.  Im längerfristigen Vergleich zeigt sich kein vergleichbarer Einfluss der Finanzkrise 2008/2009 auf Gründungen und Betriebsaufgaben im Handwerk.  Für die mittelfristige Entwicklung können lediglich Szenarien für die weitere Entwicklung des Handwerkssektors aufgestellt werden, die durch ein fortlaufendes Monitoring überprüft werden können. (1) Rasche Erholung der Konjunktur, Nachholeffekte bei Gründungen und Betriebsaufgaben, in Summe kein Effekt auf Gründungen und Betriebsaufgaben. (2) Vertiefung der Krise, stabile Nachfrage nach Handwerksdienstleistungen, steigende Gründungsanzahl durch „Notgründungen“, Vorkrisenniveau der Betriebsaufgaben. (3) Vertiefung der Krise, sinkende Nachfrage nach Handwerksdienstleistungen, sinkende Gründungstätigkeit wegen schwacher Ertragsperspektiven, zunehmende Betriebsaufgaben. (4) Vertiefung der Krise, sinkende Nachfrage nach Handwerksdienstleistungen, steigende Gründungsanzahl durch „Notgründungen“, erhöhter Wettbewerbsdruck bei sinkenden Erträgen führen parallel zu zunehmenden Betriebsaufgaben.
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  • Anthology

    Dimensionen des Religiösen und Nicht-Religiösen 

    Sieveking, Nadine
    GISCA occasional paper series; 26
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Das vorliegende Arbeitspapier reflektiert die Forschungsprozesse, die im Rahmen des von Roman Loimeier konzipierten und geleiteten Projekts „Private Pieties. Mundane Islam and New Forms of Muslim Religiosity: Impact on Contemporary Social and Political Dynamics“ initiiert wurden. Es präsentiert einen Zwischenstand und Ausschnitte aus der Entwicklung des Gesamtprojekts sowie der Einzelprojekte, die bisher in Iran (Katja Föllmer) in Ägypten (Lisa Franke), in Libanon (Johanna Kühn), in Senegal (Nadine Sieveking) und in Tunesien (Roman Loimeier) durchgeführt wurden. In der Einleitung werden methodologisch relevante Aspekte unserer projektinternen Auseinandersetzung mit zentralen Begriffen und Fragen, insbesondere nach den Möglichkeiten des empirischen Zugangs zu „privaten Frömmigkeiten“ sowie zu „individuellen Religiositäten“, nachgezeichnet. Die folgenden Kapitel gehen auf länderspezifische Rahmenbedingungen, sowie individuelle Feldzugänge und Forschungsinteressen der Projektmitarbeitenden ein. So werden die jeweils gewählten Schwerpunkte der empirischen Studien und ihr Fokus auf unterschiedliche Formen des Religiösen und Nicht-Religiösen nachvollziehbar.
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  • Monograph

    ‚It‘s me - But this is Tonga‘ 

    Pötzsch, Norbert
    GISCA occasional paper series; 25
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Das Königreich Tonga zeichnet sich durch viele traditionelle Vorstellungen aus, die sich in hierarchischen Familien- und Gesellschaftsordnungen oder spezifischen Geschlechterrollen widerspiegeln. Diese Vorstellungen werden durch verschiedene diasporische und religiöse Einflüsse in Frage gestellt. Junge Tonganer*innen, die spezifische Vorstellungen ihrer eigenen Zukunft oder Lebensweise besitzen und somit in Interessenkonflikte mit Eltern beziehungsweise der Gesellschaft kommen, sehen sich mit Herausforderungen konfrontiert. Auf der Grundlage bestehender Konzepte von Handlungs– und Wirkvermögen wird ein eigener neuer Ansatz entwickelt. Anhand dieses Ansatzes beleuchtet die Arbeit zunächst das soziokulturelle, religiöse und ökonomische Umfeld junger Tonganer*innen und zieht anschließend drei Fallbeispiele heran, die stetig wiederkehrende Problemstellungen ihrer alltäglichen Leben darstellen. Hierbei wenden junge Tonganer*innen situativ spezifische Strategien an, im Zuge derer sie sowohl eigenes als auch fremdes Handlungs– und Wirkvermögen konstituieren und verwenden, um eigene Ziele und Vorstellungen ihrer Zukunft umzusetzen.
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  • Monograph

    Digitalisierung im Handwerk - ein Forschungsüberblick 

    Thonipara, Anita; Höhle, David; Proeger, Till; Bizer, Kilian
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 36
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen: Göttingen, 2020
    Die Digitalisierung des Handwerks ist ein zentrales Thema für Handwerksorganisationen und Wirtschaftspolitik. Die Forschung zu diesem Thema hat daher in den vergangenen Jahren eine Reihe grundlegender Erkenntnisse hervorgebracht, die für die Weiterentwicklung der Digitalisierungsbemühungen genutzt werden kann. Zu diesem Zweck gibt diese Studie einen kompakten Literaturüberblick über die bisherigen empirischen Erkenntnisse zur Digitalisierung des Handwerks. Hierfür werden insgesamt 32 Studien aus dem Zeitraum von 2012 bis 2020 zusammengefasst, übergreifende Ergebnisse herausgestellt und Forschungsbedarfe definiert. Die Studien werden nach den Kategorien Überblicksstudien, Digitalisierungsindizes, regionale Analysen, digitale Plattformen, Online-Marketing sowie Aus- und Weiterbildung strukturiert. Übergreifende Ergebnisse sind dabei: • Die Betriebe haben grundsätzlich eine positive Haltung gegenüber der Digitalisierung. Die Handwerksunternehmen nehmen die Digitalisierung als Chance wahr, insbesondere um neue Kundenkreise zu erschließen und die Arbeitslast zu reduzieren. Gleichzeitig gehen die Unternehmen vorsichtig mit Investitionen in Digitalisierungs¬maßnahmen und neue Technologien um und sorgen sich um die IT-Sicherheit. Auch fehlende interne zeitliche und finanzielle Ressourcen, fehlende interne Kompetenzen oder Mitarbeiterqualifikationen sowie unklarer wirtschaftlicher Nutzen hemmen den Digitalisierungsprozess in Handwerksunternehmen. Eine enge Begleitung der Unternehmen ist zur erfolgreichen Durchführung von Digitalisierungsmaßnahmen genauso wichtig wie finanzielle Förderprogramme, Mitarbeiterqualifikation sowie das Einbetten der Maßnahme in die Unternehmensstrategie. • Urbane, größere, umsatzstärkere sowie industrienahe Handwerkwerksbetriebe sind stärker digitalisiert. Innerhalb der Unternehmen zeigt sich, dass grundlegende IT-Hardware bereits genutzt wird, neuere Technologien wie Cloudnutzung oder intelligente Sensorik bisher jedoch kaum verbreitet sind. Dabei zeigt sich, dass Bereiche innerhalb der Unternehmen wie die Verwaltung und der Einkauf bereits einen höheren Grad der Digitalisierung aufweisen als die Produktion und Logistik. Zentrale Kommunikations¬kanäle bleiben Telefon und E-Mail. • Regionale Analysen der Homepage- und Plattformnutzung zeigen, dass Betriebe in ländlichen Regionen städtischen Betrieben in der Digitalisierung tendenziell nachstehen. So ist der Anteil der Unternehmen mit einer Homepage oder Plattformnutzung in ländlichen Regionen deutlich geringer als in urbanen Räumen. Dies wird häufig im Zusammenhang mit einem langsamen Internetzugang gesehen, welcher ebenfalls als Hemmnis für die Digitalisierung wahrgenommen wird. Verglichen mit den Gesamtaufträgen im Handwerk wird nur ein sehr geringer Anteil an Leistungen über Plattformen vermittelt. Dabei sind die Gewerbe- bzw. Berufsgruppen sehr unterschiedlich aktiv auf Plattformen. In urbanen Räumen werden Plattformen deutlich häufiger genutzt als auf dem Land, wo traditionelle Informations- und Reputationsmechanismen eine größere Relevanz haben. Dort, wo Plattformen vermehrt genutzt werden, spielen Bewertungen eine wichtige Rolle, wobei negative Bewertungen häufig zum Verlassen der Plattform führen, was eine Positivselektion auf den Plattformen bewirkt. Gleichzeitig konnte beobachtet werden, dass insbesondere Soloselbstständige dazu neigen, für gute Bewertungen unbezahlte Extraleistungen anzubieten, oder sich einem Unterbietungswettbewerb gegenübersehen. Meisterbetriebe sind auf Plattformen zwar in der Minderheit, erhalten aber überproportional viele Aufträge und positivere Bewertungen. • Rund die Hälfte der Handwerksunternehmen hat eine eigene Homepage. Der Anteil variiert stark zwischen Gewerbegruppen. Lebensmittelhandwerke besitzen seltener eine eigene Homepage, während Gesundheitshandwerke häufiger eine Homepage besitzen. Einwohnerdichte, Umsatz im Handwerk, Bildung und Zuzugsrate haben einen Einfluss auf das Betreiben einer Homepage. • Sorgen über eine Substitution von Handwerkerdienstleistungen durch intelligente Automatisierungstechnologie werden von den betrachteten Studien relativiert. Statt einer Abnahme der Arbeitskräftenachfrage wird auf ein wandelndes Anforderungsprofil an die Fachkräfte hingewiesen, das IT-Kenntnisse, die Fähigkeit, sich flexibel an künftige technologische Entwicklungen anzupassen sowie Offenheit für Weiterbildung erfordert.
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