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Recent Submissions

  • Working Paper

    Migration research in Brazil in times of Covid-19 

    Bahl, Eva; Cé Sangalli, Lucas
    Global Migration Studies; 3
    Centre for Global Migration Studies: Göttingen, 2021
    We conducted these interviews with fellow social scientists who do research on mi- gration and asked them about their research experiences in Brazil during the Covid-19 pandemic. They are from Ecuador, Argentina, Brazil, Mozambique, and Senegal and are currently based (at least partially) at different academic institutions in Brazil. The interviews took place between April and June 2021. During this period, Brazil had more than 500,000 registered Covid-19 deaths, one of the highest rates in the world. Since 2019, the government of President Jair Bolsonaro has gone from openly targeting teaching and research in sociology to deliberately denying scientific evidence of the effects of the pandemic in Brazilian society. In terms of academic cooperation, our conversations with these researchers can be seen as a positive outcome of the con- straints imposed by the pandemic. Although the restrictions to our fieldwork were challenging, we were aware that it was a huge privilege to be able to keep working in Germany with our well-funded academic contracts – yet another example of the deepening of global inequalities in the production of knowledge in “Covid-19 times”. We see these interviews as a way of broadening the scope of empirical research on migration during an especially challenging period for scholars working in and on Brazil. It was an opportunity to have an exchange with these colleagues and to learn more about their research.
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  • Monograph

    Nachhaltigkeitsindikatorik für das Handwerk 

    Dilekoglu, Kübra; Proeger, Till; Meub, Lukas
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 58
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2021
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  • Monograph

    Plattformökonomie im Handwerk 

    Alhusen, Harm; Bizer, Kilian; Dilekoglu, Kübra; Meub, Lukas; Proeger, Till; Thonipara, Anita
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 57
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2021
    Das Entstehen der Plattformökonomie und die damit verbundene Konzentration von Daten- nutzung und -zugang sind zentrale Zukunftsherausforderungen für Handwerksunternehmen. Diese Studie untersucht die Entwicklungen der Plattformökonomie und deren ökonomische Auswirkungen für das Handwerk. Dafür ist die Studie in zwei Abschnitte gegliedert: Der erste Teil erläutert theoretische Grundlagen und Funktionsweisen der Plattformökonomie. Im zweiten Teil wird empirisch auf Basis von Experteninterviews die Entwicklung von Platt- formökonomie und Datennutzung im Handwerk untersucht. Hierfür werden zunächst die aus Expertensicht derzeit wichtigsten Plattformen identifiziert und eine Zuordnung zu den verschie- denen Typen von Plattformen vorgenommen. Wesentliche Ergebnisse der Studie sind: Chancen, Risiken und Herausforderungen  Zentrale Chancen der Plattform-Nutzung liegen in der effizienten Kundenakquise, der Reduzierung des Aufwands für innerbetriebliche Verwaltung sowie der Auftragsabwicklung. Sie ermöglichen eine bessere Spezialisierung auf Marktnischen und daraus resultierend die Akquise besser bezahlter Aufträge. Damit verbunden können in enger Zusammenarbeit mit Plattformen innovative Geschäftsmodelle umgesetzt werden, vor allem im After-Sales-Bereich.  Risiken liegen in der - aufgrund von Netzwerkeffekten - raschen Etablierung einer oder weniger Plattformen für Handwerksdienstleistungen, welche Einzelunternehmen in ihrer Unabhängigkeit beschneiden kann. Dem entgegen steht die derzeit starke Marktposition der Handwerksunternehmen. Das von den Plattformen ausgehende Risiko wird entsprechend laut den befragten Experten von Betrieben als gering eingeschätzt.  Erfahrungen aus dem Bereich der Augenoptiker oder dem Dachdecker-Handwerk zeigen allerdings, dass Plattformen unerwartet schnell in einen Markt eindringen und bedeutende Marktanteile für sich sichern können.  Angetrieben wird diese Tendenz von den industriellen Herstellern, die aufgrund der Auftragslast im Handwerk zunehmend nach Möglichkeiten zum Direktkontakt mit Endkunden suchen, wobei Plattformen eine zentrale Rolle für den Kontakt zum Endkunden spielen. Eine weitere treibende Kraft dabei ist auch die Übernahme von Koordinierungsfunktionen zwischen Gewerken durch Plattform-Betreiber, die einen erheblichen Kundennutzen bedeuten würden.  Die Herausforderung besteht schließlich in der Datennutzung, sofern ein Datenzugang besteht. Diese kann von Einzelbetrieben nur in Ausnahmefällen geleistet werden, sodass der Aufbau kooperativer Strukturen erforderlich wird; anderenfalls ist eine mittelfristige Übernahme der Funktionen durch Plattform-Betreiber realistisch. Beispiele für zunehmend stark datengetriebene Geschäftsmodelle sind dabei die Zahntechniker, Tischler und Feinwerkmechaniker. Bereiche dynamischer Entwicklung  Eine hohe Dynamik bei Plattformen wird dort erwartet, wo skalierbare Industrie- produkte hinter einer Dienstleistung stehen oder die Fertigung digital unterstützt ist.  Bereits besonders stark betroffen sind die Bereiche Kfz, SHK und Elektro sowie das Baugewerbe. Dies liegt zum einem an dem oftmals bereits starken Digitalisierungsgrad dieser Gewerke, welcher die Nutzung von Plattformen deutlich erleichtert. Zum ande- ren verwenden diese Bereiche skalierfähige, vernetzbare Produkte. Dieser Umstand macht es für die Industrie besonders interessant, in diesen Gewerken datenzentrierte Plattformen zur Vernetzung der elektronisch vernetzbaren Produkte aufzubauen. Der Aufbau dieser Plattformen kann mittelfristig der Industrie ermöglichen, direkt an End- kunden heranzutreten und sich weitere Marktanteile im After-Sales-Bereich zu sichern.  Perspektivisch schwach betroffen sind Branchen mit vorrangig personenbezogenen Dienstleistungen, bspw. Frisöre, Kosmetiker, Fleischer und Bäcker. Die Dienstleistun- gen und Produkte dieser Gewerke lassen sich nur schwer auf datenzentrierten Platt- formen organisieren, was eine Monopolbildung durch Plattform-Anbieter entsprechend verhindert. Entwicklungsperspektiven  Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und deren Umsetzung auf Plattformen wird zu Prozessoptimierungen führen und Betriebe um einen Teil der betriebswirt- schaftlichen Prozesse erleichtern. Betriebe müssen dabei die Entscheidung treffen, wie weit die betriebswirtschaftliche Steuerung an Plattform-Betreiber abgegeben wird. Deren Vorteile liegen in der möglichen stärkeren Konzentration auf die handwerkliche Tätigkeit und mögliche Spezialisierungsgewinne, Nachteile im stärkeren Wettbewerb innerhalb von digitalen Ökosystemen und dem teilweisen Verlust an unmittelbarer Steuerungsfähigkeit.  Zentrale Nutzungshemmnisse bei der plattformbezogenen Transformation des Hand- werks liegen in der konjunkturell bedingt bislang geringen Notwendigkeit der Auftragsakquise über Plattformen sowie der Skepsis handwerksexternen Akteuren gegenüber. Der Aufbau von Plattform-Lösungen durch handwerksinterne Akteure ist daher eine mögliche Lösung.  Insbesondere im Hinblick auf die Branchen mit zunehmend starker Datennutzung ist ein wichtiger Entwicklungspfad die Polarisierung bei den Betriebsgrößen: Große Hand- werksbetriebe sind in der Lage, komplexere Prozesse umzusetzen und dadurch neue Geschäftsmodelle aufzubauen. Kleinstbetriebe verlieren tendenziell an Unabhängig- keit gegenüber von Betreibern von Plattform-Modellen, während mittlere Betriebe ent- weder Nischen besetzen, wachsen oder ebenfalls abhängigere Positionen in Wert- schöpfungsketten besetzen.  Die Vernetzung und Datenverarbeitung im Internet der Dinge entwickelt sich dyna- misch, wodurch der Zugang zu den entstehenden Daten für die künftige Marktposition entscheidend ist. Neben der rechtlichen Frage offener Schnittstellenstandards ist jedoch die praktische Frage der Fähigkeit zur Nutzung der Daten entscheidend. Die effektive Fähigkeit zum Aufbau von datenbasierten Geschäftsmodellen liegt primär bei großen Unternehmen, Verbünden aus dem Handwerk oder aber bei handwerks- externen Betrieben aus Industrie und Handel, was zwangsläufig - auch im Falle von freien Datenzugängen - zu zum Teil gravierenden Umstrukturierungen der Märkte führen wird.  Infolgedessen besteht eine Herausforderung für die betroffenen Branchen des Handwerks darin, kooperative Strukturen zwischen Handwerk, Handel und Industrie aufzubauen, um in den neu strukturierten Wertschöpfungsketten einen Einfluss der Handwerksperspektive zu erhalten.  Eine Möglichkeit, den Einfluss zu verstärken wäre - neben dem Aufbau von Kooperationen - der Aufbau und die Erprobung handwerkseigener Plattform-Lösungen, die als tendenziell neutrale Akteure zwischen Betrieben, Handwerksorganisation und handwerksexternen Akteuren konzipiert werden könnten. Hierbei besteht ein Trade-Off zwischen der stärkeren Beeinflussung der Entwicklung und Kosten sowie dem Entwicklungsrisiko der Eigenentwicklung. Handlungsfelder  Handwerksunternehmen werden vor allem im B2B-Bereich über datenzentrierte Plattformen zunehmend Veränderungsdruck erfahren, der durch die Marktdurchsetzung von skalierbaren, vernetzbaren Industrieprodukten und digitalen Fertigungsmethoden getrieben wird. Handwerksunternehmen und -organisationen müssen sich in dieser Entwicklung auf allen Ebenen konstruktiv einbringen, wenn sie (noch) Einfluss auf die Entwicklung nehmen wollen.  Durch das vermehrte Aufkommen von datenzentrierten, herstellerbetriebenen Plattformen wird in Zukunft eine einheitliche Regulierung von Schnittstellen notwendig sein, die einen weitgehend offenen Datenzugang ermöglicht. Dieser erfordert jedoch im nächsten Schritt die Umsetzung der verfügbar gemachten Daten in Geschäftsmodelle, was als gemeinsame Entwicklungsaufgabe des Handwerks verstanden werden muss.  Die Datennutzung und das Gewicht von Plattformen werden für die Marktposition kleiner und großer Handwerksunternehmen einen polarisierenden Effekt haben. Eine Begleitung und Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle von beiden Gruppen von Unternehmen ist erforderlich, um innovative Vorreiter zu stärken und gleichzeitig die Transformation veränderungsbedürftiger Geschäftsmodelle zu unterstützen.  Die konjunkturell nachvollziehbare Zurückhaltung bei der Adaption von Plattform- Lösungen in der Breite des Handwerks schwächt die künftige Marktposition der Betriebe und stärkt die Anreize für handwerksexterne Akteure, eigene Lösungen aufzubauen und diese am Markt durchzusetzen. Um künftige Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, ist daher die sektor- und branchenübergreifende Entwicklung von Plattformen, Datennutzungsmodellen und Geschäftsmodellen aus der Initiative des Handwerks heraus zwingend erforderlich, auch wenn diese mit Kosten und Entwicklungsrisiken verbunden ist.
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  • Working Paper

    Gendering at Educational Institutions 

    Leuschner, Hannes; Petersen, Imme
    Gender<ed> thoughts; 2021, vol. 2
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2021
    According to Karen Barad’s notion of agential realism (Meeting the Universe Halfway, 2007), students, teachers, but also educational objects and spaces do not have primary qualities but are the result of changeable relations. Barad further describes the possibility of performing an agential cut within such an intra-active configuration, that is, the more or less conscious establishment of a subject-object rela- tion from which a reconfiguration of the actual relations at any given time can take place. In our pa- per, we will use the concept of agential cut to explore Barad’s theoretical framework and discuss what happens during ethnographic research between analytical approach, empirical data, and the researcher in the field. Our considerations are based on ethnographic research carried out in three educational institutions in Germany: elementary school, comprehensive school, and university. Our study draws on ethnographic studies focusing on gender at school. Within this field, our approach is to under- stand our own research practice with Barad’s concept of the agential cut, which is discussed in many different research fields. Therein, we are not primarily concerned with questions related to Teaching with Feminist Materialisms (Hinton and Treusch 2015), but with questions about researching teaching with new material feminism; in particular, we want to offer an extended reading of Barad’s concept of agential cuts in order to make it applicable to the researcher and their research subject, as well as to the ethical relationship between them.
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  • Anthology

    Der 20. Juli 1944 und die Folgen 

    Kunst, Klaas
    SowiPro; 2
    Georg-August Universität Götttingen, Sozialwissenschaftliche Fakultät, 2021
    Das vorliegende Buch entstand im Rahmen des Lehrforschungsprojektes ‚Der 20. Juli 1944 und die Folgen‘ im Sommersemester 2020 an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen, die sehr output-orientiert geplant war. Es wurden außerdem viele Poster erstellt. Auf der Basis gemeinsamer Informationen, wie eine Nation die eigene Vergangenheit aufarbeiten kann, verfassten die Studierenden nach eigenem Interesse Artikel zu unterschiedlichen Themen, die sich mit dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 und seinen Folgen beschäftigen. Der 20. Juli 1944 wurde in den unterschiedlichen Epochen verschieden dargestellt, was hier in einigen Beiträgen untersucht wird. Viele Angehörige hatten unterschiedlich unter den Repressionen der Nationalsozialisten und später der Stigmatisierung als der Verschwörer als Verräter zu leiden. So wird hier nicht nur die Darstellung des bekanntestes Mannes aus dem Verschwörerkreis Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Wandel der Zeit betrachtet, sondern auch von anderen wichtigen Beteiligten wie Henning von Tresckow, Friedrich Karl Klausing, Arthur Nebe, Carl Friedrich Goerdeler, Adam von Trott, Dietrich Bonhoeffer und vergleichend der nicht beteiligte Einzelattentäter Georg Elser betrachtet, sondern auch deren Ehefrauen und Familien, was häufig nicht näher betrachtet wird. Es gibt außerdem einen Beitrag zu den Geschichtsorten Führerbunker und Plötzensee, wo viele der Verschwörer hingerichtet wurden, und einen Artikel zu Roland Freisler, dem Vorsitzenden des Volksgerichtshofs, der in Schauprozessen viele Beteiligte zum Tod verurteilte. Es sind interessante Artikel zu unterschiedlichen Themen entstanden, die unter dem Leitmotiv der aktiven Erinnerung zusammengehalten werden. In allen Beiträgen wird über Aufarbeitung der Vergangenheit des Nationalsozialismus geschrieben. Unter anderem dadurch zeigt sich die aktive Erinnerungslandschaft Deutschlands, die nicht nur Regierungsmeinungen, sondern auch einen größeren Diskurs zulässt, um die Gräuel der NS-Zeit nicht vergessen zu lassen.
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  • Monograph

    Tibetan Youth and Indian Exile 

    Brülls, Lena
    GISCA occasional paper series; 30
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2021
    In Dharamsala, India, the third generation of Tibetans is growing up in Indian exile. While in the homeland Tibet, cultural and religious practices face systematic destruction, many Tibetans in India try their best to preserve these. While Tibetan cultural identity has been the subject of numerous studies, few academic publications focused specifically on youth in the diaspora. This is significant because a large part of the Tibetan population in exile is young. Based on ethnographic fieldwork in Dharamsala in northern India, this thesis examines the experiences and lived realities of young Tibetans. By analyzing their individual concepts of cultural identity, the work focuses on the interplay of perceptions of the homeland Tibet, India as hostland, and the broader diaspora. This interplay is grounded in political and social conditions of the exile and the resulting challenges, as well as the political and social desires for the homeland. The young Tibetan generation in Dharamsala struggles for the continuation of Tibetan traditions, religions, languages, and culture in the diaspora. Although they share a collective memory of the history and a longing for the homeland, they pursuit individual and highly heterogeneous plans for the future. This thesis analyzes variations of “being Tibetan” in Dharamsala by evaluating different cultural aspects and experiences by Tibetans in their two countries of origins, Tibet or India.
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  • Working Paper

    Gendered Hygiene 

    Rauber, Anne
    Gender<ed> thoughts; 2021, vol. 1
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2021
    Dieser Beitrag widmet sich der gesellschaftlichen Bedeutung von weiblicher Intimhygiene aus einerbiopolitischen Analyseperspektive.Medikalisierung, welche die Ausweitung des medizinischen Zu-ständigkeitsbereichs auf immer mehr Bereiche der Prävention und Kosmetik beschreibt, zeigt sich anhand verschiedener Charakteristika, die ich in diesem Beitrag am Beispiel von Intimhygiene erläu-tern werde. Dafür nehme ich eine theoretische Perspektiverweiterung auf den Begriff Medikalisierung vor, die an einem gouvernementalitätsanalytischen Ansatznach Michel Foucaultorientiert ist.Ich werde darlegen, dass Medikalisierung erstens entlang vorherrschender Körperidealeund Geschlech-terverhältnisse verläuft, zweitens zur geschlechtsspezifischen Pathologisierung als auch Selbstoptimie-rung beiträgt und drittens als eine Technik vergeschlechtlicher Selbstoptimierung fungiert.
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  • Working Paper

    Untersuchung von Weiblichkeitsdarstellungen in der Serie Game of Thrones aus einer feministisch-medientheoretischen Perspektive 

    Jäntschi, Katharina
    Gender<ed> thoughts; 2020, vol. 2
    Göttinger Centrum für Geschlechterforschung, 2020
    Der Beitrag analysiert die beiden Frauenfiguren Daenerys Targaryen und Brienne of Tarth der HBOSerie Game of Thrones im Hinblick auf ihre Weiblichkeitsdarstellungen. Als Zugang wird eine geschlechtertheoretische Medienanalyse verfolgt. Dieser Analyse liegt die Beobachtung zugrunde, dass die Serie in vielen Fan-Blog-Artikeln aufgrund ihrer Frauencharaktere als feministisch besprochen wird. Mithilfe von Instrumenten der feministischen Filmanalyse werden sowohl die Inhaltsebene als auch die Darstellungsebene der Eigenschaften der Frauenfiguren untersucht und gegenübergestellt. Ausgehend von dekonstruktivistischen und popfeministischen Geschlechtertheorien wird analysiert, ob die aus der Fangemeinde vorgenommene Bewertung der Figuren als feministisch Bestand hat. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass die beiden Frauenfiguren viele Möglichkeiten feministischer Interpretation bieten, allerdings durch die Art der Inszenierung bei Daenerys Targaryen oder durch die brüchige Weiblichkeit bei Brienne of Tarth diese verunmöglicht wird. Die Schwerpunktsetzung auf die beiden genannten Figuren ermöglicht zudem eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept Weiblichkeit und seinem feministischen Potential in Abgrenzung zum Konzept der female masculinity bzw. der Frage nach Formen weiblicher Herrschaft in Fantasy-Serien.
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  • Monograph

    Analyse des Digitalisierungsgrads von Bildungseinrichtungen auf Basis von Webscraping 

    Proeger, Till; Meub, Lukas; Pölert, Hauke
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 56
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2021
    Diese Vorstudie zeigt beispielhaft, wie mit der Methodik des Webscrapings, d.h. einem systematischen Abruf und statistischer Analyse von Webseiten, Erkenntnisse über Bildungseinrichtungen gewonnen werden. Anhand von zwei Teilstudien über 200 niedersächsische sowie 173 Bildungseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen wird eine strukturelle und inhaltsbezogene Analyse der Webseiten durchgeführt. Der Fokus liegt dabei auf dem Digitalisierungsgrad und der Nutzung digitaler Technologien durch die Bildungseinrichtungen. Übergreifend zeigt die Studie:  Webscraping ist ein geeignetes Werkzeug zur umfassenden und tagesaktuellen Analyse von Bildungseinrichtungen insbesondere im Hinblick auf deren Digitalisierungsgrad und die Nutzung zentraler Technologien.  Webscraping weist eine Reihe von Vorteilen gegenüber klassischen Befragungen auf, wobei insbesondere die effiziente Nutzung größerer Stichproben bei begrenztem Aufwand sowie die Möglichkeit zur wiederholten Abfrage von Informationen zentrale Vorteile darstellen.  Die regelmäßige Analyse der Webseiten ermöglicht ein dauerhaftes regionales bis deutschlandweites Monitoring von Veränderungen im Digitalisierungsverhalten. Dies ermöglicht es, die Wirkung von Förderprogrammen oder Beratungsleistungen, etwa zwischen Bundesländern oder Schulträgern, zu evaluieren.  Insbesondere können die Webseiten transparent in Bezug auf die Nutzung spezifischer Technologien, Apps, Plattformen oder sozialen Netzwerken analysiert werden. Hiermit lässt sich effizient zeigen, welche Schulen mit welchen Technologien werben, welche Regionen sich in technologischer Hinsicht dynamisch entwickeln und wo Marktpotenziale für einzelne Technologien bestehen.  Webscraping ermöglicht es, in deutschlandweiten Stichproben bei Bildungseinrich- tungen Vorreiter und Nachzügler im Hinblick auf das Digitalisierungsverhalten zu identifizieren, regionale, bundeslandbezogene und deutschlandweite Vergleichs- gruppen zu bilden sowie diese kartografisch darzustellen.  Ebenso kann der Zusammenhang der soziodemografischen Eigenschaften von Regionen mit den Ergebnissen des Webscrapings untersucht werden, etwa im Hinblick darauf, welche systematischen Unterschiede zwischen dem Digitalisierungsverhalten von Bildungseinrichtungen in Stadt und Land oder zwischen Regionen mit unterschiedlichem Wohlstandsniveau bestehen. Übergreifend stellt Webscraping ein innovatives und effizient einsetzbares Instrument für die systematische Analyse der Entwicklung von Bildungseinrichtungen im Feld der Digitalisierung dar.
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  • Monograph

    Webscraping als Instrument zur tagesaktuellen und umfassenden digitalen Analyse des Handwerks 

    Proeger, Till; Meub, Lukas; Bizer, Kilian
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 55
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2021
    Auf Basis der Handwerksrolle der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen analysiert diese Studie die digitalen Präsenzen der Mitgliedsbetriebe. Von den 7.422 Betrieben des Kammerbezirks (Stand Frühjahr 2020) sind rund 90 % der Betriebe im Internet auffindbar; eine eigene Website unterhalten 3.661 Betriebe. Diese Webseiten wurden für eine Webscraping-Analyse genutzt. Die Studie illustriert dabei das große Potenzial des Webscrapings für die Informations- gewinnung über die Betriebe eines Kammerbezirks. Durch das effiziente Durchsuchen aller durch die Betriebe veröffentlichten Inhalte können allgemeine Aussagen über den Kammer- bezirk, über Gewerbegruppen oder einzelne Gewerke getroffen werden, die auf einer strategischen Ebene bei der Entscheidungsfindung unterstützen können. Ebenso kann auf operativer Ebene die Suche nach Betrieben mit spezifischen Eigenschaften, Zielen oder Technologien deutlich effizienter und umfassender erfolgen, was für die Ausrichtung von Angeboten der Kammer von großem Vorteil sein kann. Um die breite Einsetzbarkeit des Webscrapings zu illustrieren, werden folgende Auswertungen beispielhaft vorgenommen:  Strukturanalyse der digitalen Präsenz des Handwerks im Kammerbezirk, die eine umfassende Stärken-Schwächen-Analyse ihres Digitalisierungsgrads im Bereich des Marketings ermöglicht.  Eine Analyse der Verlinkungen auf allen Webseiten, die Aufschluss über Vernetzungsstrukturen und Einbindung in Wertschöpfungsketten der Betriebe gibt.  Eine Strukturanalyse der Nutzung von Social Media als Ergänzung oder Substitut der Webseiten.  Eine Detailsuche nach der DSGVO-Kompatibilität der untersuchten Webseiten.  Eine Strukturanalyse der digitalen Fachkräftegewinnung sowie Identifikation von digital besonders aktiven Betrieben, die als Best-Practice-Beispiel dienen können.  Eine Analyse der Innovationstätigkeit der Betriebe durch eine Stichwortsuche aktueller, innovativer Technologien.  Eine Detailsuche nach der Nutzung von 3D-Druck und Drohnen und eine kartografische Darstellung der Betriebe, die diese Technologien nutzen.  Eine Analyse, welche Betriebe Forschungsvernetzungen pflegen und welche Betriebe Online-Shops betreiben.  Eine Strukturanalyse der Reaktion der Betriebe auf die Corona-Lage. Für alle diese beispielhaft herausgegriffenen Bereiche können sowohl strukturelle Aussagen getroffen als auch individuelle Betriebe identifiziert werden.
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  • Monograph

    Social Media-Nutzung im Handwerk 

    Meub, Lukas; Proeger, Till; Wagner, Katharina
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 54
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2021
    Social Media-Plattformen nehmen eine zunehmend wichtige Stellung bei der Vermarktung handwerklicher Produkte und Dienstleistungen ein. Insbesondere die Einschränkungen der Corona-Krise haben in vielen Branchen die Notwendigkeit der Entwicklung digitaler Marketingkanäle verdeutlicht. Gleichzeitig bestehen bislang keine Studien zur Nutzung von Social Media im Handwerk, die belastbare Rückschlüsse, insbesondere in Folge von Corona-Krise, ermöglichen. Die vorliegende Studie setzt hier an und analysiert dafür die Instagram-Profile von rund 1.000 Handwerksbetrieben aus 25 Gewerben. Dabei können eine Reihe von grundlegenden Erkenntnissen abgeleitet werden:  Die Betriebe nutzen Instagram im Rahmen von überregional wirksamen Geschäftsmodellen.  Über 90 % der Betriebe verweisen auf ihre Webseite, sodass Instagram als zusätzlicher Werbekanal für den eigenen Internetauftritt genutzt wird.  Die Aktivitätsniveaus anhand von Posts und Followern variiert stark zwischen den betrachteten Gewerben.  Besonders aktiv sind Bäcker, Bauunternehmen, Heizungsbauer sowie – auf etwas geringerem Niveau – Zweiradmechaniker, Fleischer, Maler, Feinwerkmechaniker, Maurer und Kälteanlagenmechaniker. Es zeigt sich somit ein Schwerpunkt der Nutzung von Instagram als bildorientierte Social Media-Plattform bei den Nahrungs- mittelhandwerken, in Teilen des Baubereichs sowie bei den Zweiradmechanikern.  Hinsichtlich des Anmeldungszeitpunktes zeigen sich schwache Hinweise für einen Corona-Effekt bei den Neuanmeldungen in den – aufgrund ihrer Ladengeschäfte – besonders stark von den Corona-Maßnahmen betroffenen Gewerben  Es zeigen sich jedoch keine Hinweise auf ein generell höheres Aktivitätsniveau im Sinne einer stärkeren Digitalisierungsorientierung im Handwerk in Folge von Corona unter allen übrigen betrachteten Gewerben.  Auf qualitativer Ebene zeigt sich eine deutliche Trennung zwischen Betrieben, die Instagram im Sinne eines professionellen Social Media-Marketings nutzen gegenüber jenen ohne klare Strategie, mit wenig Einsatz oder in einer Vermischung von privaten und betrieblichen Posts. Dies lässt auf Beratungsbedarf und -interesse bei der Optimierung des eigenen Instagram-Auftritts sowie zu dessen Einsatz im Rahmen einer betrieblichen Digitalisierungsstrategie schließen. Übergreifend kann die Studie erste Nutzungsschwerpunkte und -muster des Handwerks auf Instagram identifizieren und Hinweise auf Corona-Effekte bei der Digitalisierung des Marketings geben.
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  • Working Paper

    Mobilität als soziale und kulturelle Normalität 

    Bernau, Olaf
    Global migration studies; 2
    Centre for Global Migration Studies: Göttingen, 2021
    Seit der als „Flüchtlingskrise“ titulierten Ankunft von drei Millionen Menschen in den Jahren 2014 bis 2016 hat die Europäische Union (EU) ihre Migrationspolitik gegenüber dem afrikanischen Kontinent erheblich verschärft. Neben einer abermaligen Intensi- vierung der seit den 1990er Jahren kontinuierlich weiterentwickelten Abschottungs- maßnahmen wurden auch diverse Programme zur Bekämpfung von Fluchtursachen aufgesetzt, unter anderem der „Nothilfe-Treuhandfond der Europäischen Union für Afrika“ im November 2015. Umso dramatischer ist, dass die Maßnahmen nicht nur zu einer Häufung schwerster Menschenrechtsverletzungen auf den Migrationsrouten ge- führt haben, sondern auch zu einer weiteren Destabilisierung der Herkunfts- und Tran- sitländer afrikanischer Migrant*innen. Zentrales Manko ist, dass Europa bis heute nicht begriffen hat, inwiefern Migration in vielen afrikanischen Ländern eine tief im sozia- len und kulturellen Gefüge verankerte Überlebensstrategie darstellt. Konsequenz ist, dass sowohl in der Politik als auch in breiten Teilen der Öffentlichkeit unverstanden bleibt, weshalb es trotz zunehmender Abschottungsmaßnahmen nicht gelingen wird, die sozialen Logiken aufzubrechen, die dem allgemeinen Migrationsgeschehen in afri- kanischen Ländern zugrunde liegen. Vor diesem Hintergrund vertritt der vorliegende Beitrag am Beispiel Westafrikas die These, dass die EU nicht Abschottung, sondern zirkuläre Mobilität zum Leitmotiv ihrer Migrationspolitik erklären sollte – so wie es ins- besondere in Westafrika bereits seit Jahrhunderten gang und gäbe ist. Konkret nimmt der Beitrag, der primär aus der politischen und journalistischen Arbeit des Autors her- vorgegangen ist, erstens die Geschichte westafrikanischer Mobilität in den Blick, geht zweitens der Frage nach, weshalb sich junge Menschen immer wieder auf den Weg Richtung Europa machen, skizziert drittens die seit 2015 intensivierten oder neu einge- führten migrationspolitischen Maßnahmen, arbeitet viertens die fatalen Auswirkungen europäischer Migrationspolitik heraus und benennt fünftens die zentralen Trugschlüs- se, die der restriktiv ausgerichteten EU-Migrationspolitik zugrunde liegen.
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  • Monograph

    Digitale Spaltung oder Überwindung des Raums? 

    Thomä, Jörg; Alhusen, Harm; Bischoff, Thore Sören; Matthies, Eike
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 53
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2021
    Die Digitalisierung gehört zu den großen Zukunftsthemen für Mittelstand und Handwerk. In diesem Zusammenhang wird häufig vermutet, dass gerade der ländliche Raum und die dort ansässigen Unternehmen beim Einsatz neuer, digitalbasierter Informations- und Kommuni- kationstechnologien (IuK-Technologien bzw. IKT) im Vergleich zu urbanen Regionen zurückbleiben. Dies wirft die Frage nach der Digitalisierung des Handwerks auf – denn für die wirtschaftliche, soziale und technologische Entwicklung von ländlichen Regionen sind gerade handwerkliche KMU von großer Bedeutung. Während bisherige Studien sich bereits das Digitalisierungsverhalten von Handwerksbetrieben angesehen haben, fehlte bislang eine Untersuchung, welche die Nutzung digitaler IuK-Technologien zwischen handwerk- lichen und nicht-handwerklichen KMU auf repräsentativer Basis vergleicht und dabei ins- besondere auch einen Blick auf die Lage im ländlichen Raum wirft. Die vorliegende Unter- suchung zeigt diesbezüglich, dass im Falle einer Betrachtung über alle Regionen und Wirt- schaftszweige hinweg Handwerksbetriebe gegenüber nicht-handwerklichen KMU bei der Umsetzung der digitalen Transformation kaum nachstehen. Vorliegende Nutzungsunter- schiede bei einzelnen IuK-Technologien lassen sich hauptsächlich auf die kleinbetrieb- licheren Strukturen im Handwerk zurückführen. Wird nur der ländliche Raum in den Blick genommen, fallen die Nutzungsunterschiede zwischen Handwerk und Nicht-Handwerk bei einer Reihe von digitalen Technologien noch geringer aus. Dies bestätigt, dass gerade Handwerksbetriebe ein wichtiges Potenzial von ländlichen Regionen darstellen. Ein relativ starkes Zurückfallen des Handwerks bei der Um- setzung der digitalen Transformation zeigt sich hingegen, wenn der Blick nur auf das Verarbeitende Gewerbe gerichtet wird. Eine mögliche Erklärung hierfür sind die Größen- nachteile der kleinen industrienahen Handwerksbetriebe. Gleichzeitig ist zu berücksich- tigen, dass das Digitalisierungsgeschehen im Handwerk sehr vielfältig ist. So zeigt eine empirische Typisierung, dass – im Einklang zum Reifegradmodell der Digitalisierung – von vier Digitalisierungstypen handwerklicher KMU auszugehen ist: „Analoge Betriebe“, „Digi- tale Beginner“, „Teilnehmer der Plattformökonomie“ und „Digitale Vorreiter beim Handwerk 4.0“. Diesbezüglich verdeutlicht eine räumliche Betrachtung, dass an der Plattformöko- nomie partizipierende Handwerksbetriebe eher in städtischen Regionen ansässig sind. Interessanterweise haben dagegen sowohl die „analogen“ Betriebe der ersten Gruppe als auch die „digitalen Vorreiter“ der vierten Gruppe in der Tendenz ihren Standort eher im ländlichen Raum. Am Beispiel des handwerklichen Mittelstands zeigt sich somit, dass die sog. „Digital Divide“-These (im Sinne einer digitalen Spaltung zwischen Stadt und Land) und die sog. „Death of Distance“-These (im Sinne der raumüberwindenden Wirkungen digitaler IuK-Technologien) offenbar gleichberechtigt ihre Gültigkeit haben.
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  • Monograph

    Unternehmensübergaben im Handwerk bis 2030 

    Runst, Petrik; Thomä, Jörg
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 52
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2021
    Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels kann angenommen werden, dass im Handwerk die Zahl der geplanten Unternehmensübergaben in den kommenden Jahren steigen wird, während die Zahl der potenziellen Nachfolger/-innen zurückgeht. Zahlen zu künftig anstehenden Übergaben im Handwerk bilden damit eine wichtige Grundlage für handwerksinterne Weichenstellungen und handwerkspolitische Forderungen im Bereich des Existenzgründungs- und Nachfolgegeschehens. In diesem Zusammenhang wird in der vorliegenden Studie geschätzt, dass in den kommenden fünf Jahren im Handwerk etwa 125.000 Betriebe bzw. rund 78.000 Unternehmen zur Übergabe anstehen. Zusätzlich wird gezeigt, dass im Handwerk die Zahl der Unternehmensübergaben bis 2030 aufgrund der demografischen Entwicklung schrittweise ansteigen wird. Gleichzeitig schätzt ein nennens- werter Teil der übergabeinteressierten Altinhaber/-innen die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Übergabe angesichts verschiedener bestehender Hemmnisfaktoren als eher niedrig ein. Unter Fortschreibung der derzeitigen Status-quo-Bedingungen (d.h. unter der Annahme, dass entsprechende Anpassungen, Maßnahmen und Reaktionen ausbleiben), geht damit eine potenzielle Lücke auf der Nachfrageseite einher, da es im Projektionszeitraum zumin- dest noch an einer ausreichenden Zahl an Übernahmegründungen mangelt. Folglich bedarf es in der Zukunft verstärkter Übernahmegründungen im Handwerk, damit dem steigenden Angebot an potenziellen Unternehmensübergaben auch eine entsprechend große Anzahl an Nachfolger/-innen gegenübersteht. Die Studie schließt mit Schlussfolgerungen für die Handwerkspolitik.
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  • Monograph

    Evaluation der Wirksamkeit von Meisterprämien im Handwerk 

    Runst, Petrik
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 51
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2021
    Mit der Einführung der Meisterprämien in verschiedenen Bundesländern seit 2013, die einen finanziellen Anreiz für eine abgeschlossene Meisterausbildung darstellen, wurde beabsichtigt, die Ungleichstellung zwischen universitärer und beruflicher Ausbildung im deutschen Bildungssystem abzubauen. Die vorliegende Studie untersucht, ob das Instrument darüber hinaus die Anzahl der Meisterprüfungen je 10.000 Einwohner erhöhen konnte. Verschiedene methodische Zugänge sowie eine Reihe von Spezifikationen lassen darauf schließen, dass die Prämien bisher nicht zu einer verstärkten Meisterausbildung im Handwerk beigetragen haben. Dies gilt im regionalen Vergleich ebenso wie für einzelne Handwerkszweige. Es ist daher anzunehmen, dass die bislang relativ geringe Höhe der Meisterprämien nicht ausreichte, um eine substanzielle Steigerung der Absolventenzahlen zu bewirken. Zum Ziel einer stärkeren finanziellen Gleichbehandlung von Studium und Ausbildung tragen die Meisterprämien hingegen bei.
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  • Monograph

    Spurenlesen 

    Koch, Julia
    GISCA occasional paper series; 29
    GISCA,Göttingen Institute for Social and Cultural Anthropology, Georg-August-Universität Göttingen: Göttingen, 2021
    Die 1936 auf Parlamentsbeschluss hin gegründete Südafrikanische Rundfunkkorporation, die SABC (South African Broadcasting Corporation), ist aufgrund ihrer Omnipräsenz durch die sozio-politischen Umschwünge hindurch auch in der Gegenwart zentral für die gesellschaftliche Selbstreflexion. In diesem Working Paper entwerfe ich Konzepte zur ethnologischen Untersuchung der SABC als Spur in die südafrikanische Gegenwart. Basierend auf einer ethnographischen Pilotforschung im Archiv der Organisation stelle ich dann eine Loseblattsammlung zusammen. Die Diskussion kreist um die Konstruktionen von Nicht-Wissen.
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  • Monograph

    Reparatur im Handwerk im Kontext der Nachhaltigkeitsforschung - ein Forschungsüberblick 

    Thonipara, Anita; Proeger, Till; Vosse, Corinna; Meub, Lukas; Ihm, Andreas
    Göttinger Beiträge zur Handwerksforschung; 50
    Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, 2021
    Die Reparatur ist eine aus Nachhaltigkeitsperspektive zentrale Kompetenz des Handwerks. Die traditionellen Fähigkeiten und bestehenden Märkte für die Reparatur weisen dem Handwerk eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Strategien der Kreislaufwirtschaft zu, die auf verschiedenen politischen und administrativen Ebenen umgesetzt werden. Auf Forschungsebene ist die Reparatur im Handwerk selbst bislang wenig thematisiert worden, sodass eine interdisziplinäre Verknüpfung mit bestehenden Diskursen der Nachhaltigkeitsforschung nicht erfolgte. Dies erschwert jedoch die wissenschaftliche Begleitung der Verzahnung des Handwerks mit Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Entwicklung. Die vorliegende Studie stellt dafür einen Literaturüberblick vor, in dem zentrale Diskussionsstränge der Handwerks- und Nachhaltigkeitsforschung allgemein sowie speziell hinsichtlich ihrer Perspektive auf die Reparatur zusammengefasst werden. Im Anschluss werden Schnittmengen der disziplinären Diskurse herausgestellt, die Anknüpfungspunkte für künftige interdisziplinäre Vorhaben bilden.
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  • Working Paper

    Therapiebedürftige Geister 

    Bräunlein, Peter J.
    DORISEA working paper; 25
    DORISEA: Göttingen, 2021
    At the turn of the 20th to 21st century, ghost films experienced an unexpected boom in East and Southeast Asia. This cultivation of ‘angstlust’ needs to be explained, as does the omnipresence of vengeful undead in the cinema. This article deals with the emergence of the East and Southeast Asian horror genre since the late 1990s. Ghost films reflect and comment on the imposition of modernity for individuals and society. The narratives of some transnational ghost films from Japan, Korea, Hong Kong, Thailand and Singapore serve as illustrative material. Three interpretative approaches are offered in order to better understand the cinematically generated presence of the undead: ghost films and the dark sides of modernity, ghost films as post-mortem and/or mindgame movies, ghost films and family secrets.
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  • Special Issue

    Configurations of Religion - A Debate 

    Bräunlein, Peter J.; Dickhardt, Michael; Lauser, Andrea
    DORISEA working paper; 24, Special Issue
    DORISEA: Göttingen, 2016
    Throughout its existence, members of DORISEA constantly debated configurations of religion and modernity in Southeast Asia. In these debates, it quickly became clear that any attempt to form a new ‘master narrative’ or ‘key’ that collectively and comprehensively ‘explained’ the dynamics of religion in Southeast Asia would be a pointless, doomed endeavour. From the different theoretical models and analytical accents (e.g. state, city, village, upland-lowland, world religion-local religion, nature-culture, text, ritual, mass-media, gender, economy, politics, multiple modernities, multiple secularities) the researchers employ, different images of and perspectives on the relationship between religion and modernity emerges. While we initially found the multiplicity of viewpoints and models challenging, we came to increasingly understand these various perspectives as a profound strength of the network’s research. In light of these developments, multi-perspectivism or the ‘kaleidoscopic perspective’ became an increasingly useful and appropriate analytical tool. In carefully and systematically adopting the ‘kaleidoscopic perspective’, we thereby avoided the dangers—and potential allegations—of simply using it as an arbitrary tool when nothing more suitable could be found. The Configurations of Religion project is thus an attempt to use such a multi-perspectivism to inspire fruitful debate. As such, Configurations of Religion, a debate opened by Boike Rehbein and Guido Sprenger is not to be understood as the 'end product' or as a final or complete summary of the DORISEA's research findings, but rather as a perspective on—or an excerpt from—debates within the network. In ma king this ‘work in process’ available, we invite other members of the academic community to take part. Configurations of Religion is therefore intended to make this on-going process transparent, and to stimulate ideas and discussion. The sheer volume of research carried out by DORISEA researchers on the dynamics of the religious and modernity in Laos made the logical basis for comparative discussion. In this paper then, Laos serves as a kind of laboratory for new theory on these interactions. Through the dialogical format employed in this volume, we aim to document and make visible the different disciplinary, theoretical and empirical perspectives, as well as the methodical approaches of the researchers involved. The diversity of perspectives is not only evident in the comments or Rehbein and Sprenger’s answers to these commentaries, but also in the different positions the co-authors layout in the working paper itself. As I stated above, the paper, and the responses to it, do not and are not intended to create a coherent and complete whole, rather these differences in perspective and opinion are here to invite and stimulate further discussion.
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