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Digitale Spaltung oder Überwindung des Raums?

Zur Digitalisierung des Handwerks unter Berücksichtigung von ländlichen Regionen

dc.contributor.authorThomä, Jörg
dc.contributor.authorAlhusen, Harm
dc.contributor.authorBischoff, Thore Sören
dc.contributor.authorMatthies, Eike
dc.date.accessioned2021-05-31T12:10:41Z
dc.date.available2021-05-31T12:10:41Z
dc.date.issued2021de
dc.identifier.urihttp://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?gs-1/17828
dc.description.abstractDie Digitalisierung gehört zu den großen Zukunftsthemen für Mittelstand und Handwerk. In diesem Zusammenhang wird häufig vermutet, dass gerade der ländliche Raum und die dort ansässigen Unternehmen beim Einsatz neuer, digitalbasierter Informations- und Kommuni- kationstechnologien (IuK-Technologien bzw. IKT) im Vergleich zu urbanen Regionen zurückbleiben. Dies wirft die Frage nach der Digitalisierung des Handwerks auf – denn für die wirtschaftliche, soziale und technologische Entwicklung von ländlichen Regionen sind gerade handwerkliche KMU von großer Bedeutung. Während bisherige Studien sich bereits das Digitalisierungsverhalten von Handwerksbetrieben angesehen haben, fehlte bislang eine Untersuchung, welche die Nutzung digitaler IuK-Technologien zwischen handwerk- lichen und nicht-handwerklichen KMU auf repräsentativer Basis vergleicht und dabei ins- besondere auch einen Blick auf die Lage im ländlichen Raum wirft. Die vorliegende Unter- suchung zeigt diesbezüglich, dass im Falle einer Betrachtung über alle Regionen und Wirt- schaftszweige hinweg Handwerksbetriebe gegenüber nicht-handwerklichen KMU bei der Umsetzung der digitalen Transformation kaum nachstehen. Vorliegende Nutzungsunter- schiede bei einzelnen IuK-Technologien lassen sich hauptsächlich auf die kleinbetrieb- licheren Strukturen im Handwerk zurückführen. Wird nur der ländliche Raum in den Blick genommen, fallen die Nutzungsunterschiede zwischen Handwerk und Nicht-Handwerk bei einer Reihe von digitalen Technologien noch geringer aus. Dies bestätigt, dass gerade Handwerksbetriebe ein wichtiges Potenzial von ländlichen Regionen darstellen. Ein relativ starkes Zurückfallen des Handwerks bei der Um- setzung der digitalen Transformation zeigt sich hingegen, wenn der Blick nur auf das Verarbeitende Gewerbe gerichtet wird. Eine mögliche Erklärung hierfür sind die Größen- nachteile der kleinen industrienahen Handwerksbetriebe. Gleichzeitig ist zu berücksich- tigen, dass das Digitalisierungsgeschehen im Handwerk sehr vielfältig ist. So zeigt eine empirische Typisierung, dass – im Einklang zum Reifegradmodell der Digitalisierung – von vier Digitalisierungstypen handwerklicher KMU auszugehen ist: „Analoge Betriebe“, „Digi- tale Beginner“, „Teilnehmer der Plattformökonomie“ und „Digitale Vorreiter beim Handwerk 4.0“. Diesbezüglich verdeutlicht eine räumliche Betrachtung, dass an der Plattformöko- nomie partizipierende Handwerksbetriebe eher in städtischen Regionen ansässig sind. Interessanterweise haben dagegen sowohl die „analogen“ Betriebe der ersten Gruppe als auch die „digitalen Vorreiter“ der vierten Gruppe in der Tendenz ihren Standort eher im ländlichen Raum. Am Beispiel des handwerklichen Mittelstands zeigt sich somit, dass die sog. „Digital Divide“-These (im Sinne einer digitalen Spaltung zwischen Stadt und Land) und die sog. „Death of Distance“-These (im Sinne der raumüberwindenden Wirkungen digitaler IuK-Technologien) offenbar gleichberechtigt ihre Gültigkeit haben.de
dc.format.extent33de
dc.language.isodeude
dc.publisherVolkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingende
dc.subjectDigitalisierung; IKT; digitale IuK-Technologien; ländlicher Raum; KMUde
dc.titleDigitale Spaltung oder Überwindung des Raums?de
dc.title.alternativeZur Digitalisierung des Handwerks unter Berücksichtigung von ländlichen Regionende
dc.typemonographde
dc.identifier.doi10.3249/2364-3897-gbh-53
dc.type.versionpublishedVersionde
dc.bibliographicCitation.volume53de
dc.relation.ispartofseriesGöttinger Beiträge zur Handwerksforschungde
dc.description.statusunKnownde


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